Ansprechpartner:
Franz Nikodem

02161 4696774
email

Gisela Freyer

+33 5 55 09 90 81
email

Jutta Rübesam

06404 62865
email

Neuer Verein - lange Geschichte

Der Verein Voordewindhond ist im Mai 2010 gegründet worden. Es gibt dazu eine lange Vorgeschichte, die eigentlich in Deutschland in den 1970-er Jahren begonnen hat. Dort starteten ein paar Windhundliebhaber eine private Initiative, um in Not geratenen Windhunden zu helfen. Im Laufe der Zeit stieg die Anzahl dieser Hunde, so dass letztendlich im Jahr 1993 offiziell ein Verein gegründet wurde.

Von 2002 an entstand eine Zusammenarbeit mit niederländischen Tierschützern. So wurden auch viele Niederländer in dem deutschen Verein Mitglied. Und es wurden immer mehr Hunde auch in die Niederlande vermittelt. So dauerte es nicht lange, bis in den Niederlanden der Gedanke entstand, auch etwas "Offizielles" entstehen zu lassen. Im Jahre 2006 entstand so die Stiftung "Windhonden in Nood".

Vier Jahre später stellte sich heraus, dass die niederländische Stiftung sich besser selbständig machen sollte. Es wurde beschlossen, die Stiftung aufzulösen und einen neuen Verein mit dem Namen "Voordewindhond" zu gründen. Gleichzeitig entstanden jeweils kleine Vertretungen in Deutschland und Frankreich.

Mission

Das Motto von Voordewindhond lautet: Hilft. Vermittelt. Betreut. Das bedeutet, dass wir Windhunden und ihren Besitzern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Manchen Menschen ist schon mit einem guten Rat oder ein wenig Beistand geholfen. Aber in vielen Fällen suchen wir für einen Hund einen neuen Besitzer und sorgen - falls nötig - auch für die Unterbringung auf einem Pflegeplatz, den Transport und die tierärztliche Versorgung. Ausserdem verwenden wir viel Zeit und Energie für die Nachbetreuung, denn wir möchten, das möglichst viele Windhunde ein glückliches Leben führen können, und besonders natürlich die, die ihr neues Zuhause durch Voordewindhond gefunden haben.

Was tut Voordewindhond?

Vermittlung

Voordewindhond setzt sich für alle Windhunde und Windhundmischlinge ein, die aus irgendeinem Grund ein neues Zuhause brauchen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Hunden in Privatbesitz aus den Niederlanden, Belgien und - momentan in geringer Anzahl - auch aus Deutschland und Frankreich. Es gibt unterschiedliche Ursachen, aus denen ein Hund sein Zuhause verlieren kann. Es kann sein, dass sich in den Lebensumständen des Besitzers so einschneidende Veränderungen ergeben haben, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als ein neues Zuhause für den Hund zu suchen, beispielsweise Scheidung, finanzielle Probleme, Arbeitsplatzveränderungen, Umzug, Krankheit, Tod. Aber manchmal ist auch ein schwindendes Interesse am Hund ein Grund dafür, ihm ein neues Zuhause zu suchen.

Die Suche nach einem neuen und geeigneten Besitzer für Windhunde ist unsere Hauptaufgabe und nimmt viel Zeit in Anspruch. Dieser Teil unserer Arbeit beinhaltet unglaublich viele Telefonate und Emails. Aber auch das Organisieren von Pflegeplätzen und Transportfahrten und der Kontakt zu den neuen Besitzern erfordern viel Zeit.

Aufklärung und Beratung

Daneben erfüllt Voordewindhond auch eine aufklärende und beratende Funktion. Menschen, die einen Windhund aufnehmen möchten, können bei uns Informationen erhalten über die Bedürfnisse von Windhunden und über ihre positiven und negativen Eigenschaften.

Besitzer von schwierigen oder - gewöhnlich - unerzogenen Windhunden sind bei uns richtig, wenn sie Rat und Unterstützung brauchen. Manchmal kann auf diese Weise verhindert werden, dass ein Hund sein Zuhause verliert.

Weiterhin organisiert Voordewindhond auch regelmäßig interessante Veranstaltungen für Windhunde und ihre Besitzer. So finden beispielsweise jeden Monat Spaziergänge in sicherem Freilaufgelände statt und es gibt jedes Jahr im September ein Coursing "nur so zum Spaß" auf einer Rennbahn im Norden der Niederlande.

Und die Windhunde in Spanien?

Das Schicksal von Windhunden außerhalb unseres Teils von Europa, vor allem in den südeuropäischen Ländern, geht uns sehr zu Herzen, und auch diese Windhunde haben es ohne Zweifel verdient, dass Menschen sich um sie kümmern.

Aber gerade diese Windhunde werden schon von vielen Organisationen betreut. Das gilt nicht für Windhunde, die bei uns geboren und gezüchtet werden und kein grausames Schicksal erleiden mussten. Sie bleiben dadurch aber nicht verschont von Problemen und haben deshalb auch ein Anrecht darauf, dass Menschen sich für sie einsetzen.

Und Tierheime?

Manchmal landen Windhunde in Tierheimen. Auch hier versucht Voordewindhond, mit den Tierheimen zusammen zu arbeiten. Mit verschiedenen Tierheimen hat sich in der Vergangenheit ein guter Kontakt entwickelt. Grundsätzlich bleibt der Windhund im entsprechenden Tierheim, bis ein neuer Besitzer gefunden worden ist. Weil sich viele Windhunde im Tierheim aber nicht besonders wohl fühlen, sind wir auch jederzeit bereit, einen Hund aus dem Tierheim zu übernehmen und ihn auf einer unserer privaten Pflegestellen unterzubringen. Der Übernahmevertrag mit dem neuen Besitzer wird aber immer mit dem Tierheim abgeschlossen.

Vorstand

Rina de Vries: Vorsitzende

Rina de Vries ist die Vorsitzende von Voordewindhond. Ihre erste Begegnung mit Windhunden fand 1986 statt, als sie im Tierheim von Den Haag einen 14 Monate alten Afghanen sah. Es war Liebe auf den ersten Blick. Frederik, so hieß der Afghane, hatte in der Folgezeit alle Hände voll zu tun mit der Erziehung seiner neuen Besitzerin, die damals überhaupt nichts über Windhunde wusste, aber er war ein geduldiger und hartnäckiger Lehrmeister. Nach Frederik folgten noch viele weitere Afghanen, die meisten davon wurden über Windhunde in Not vermittelt.

Momentan leben bei ihr und Eleonora 3 Windhunde: Taazi, ein Kalagh Tazi aus Afghanistan (mit herrlich wenig Fell!), Macintosh, ein Deerhound, und Tommie, ein in die Jahre gekommener Afghane, der eigentlich nur als Gast kam, sich aber sofort einen Platz in den Herzen seiner Pflegemütter eroberte. Der Wunsch von Eleonora, nur 2 Hunde zu halten und nicht drei, vier oder sogar fünf, konnte daher wiederum nicht berücksichtigt werden.

Jørgen Postma: Kassenwart

Jørgen Postma kümmert sich um die - leider noch spärlichen - Geldmittel unseres Vereins. Jørgen begegnete seinem ersten Afghanen durch seine Frau, die als Kind bereits einen - ziemlich frechen - Afghanen gehabt hatte...

Jørgen lernte Ende 2008 die Stiftung Windhonden in Nood kennen, weil seine Frau sich in einem unbeobachteten Moment als Pflegestelle angemeldet hatte. Noch am selben Tag gab es einen Notfall zu versorgen und als Jørgen abends nach Hause kam, erwartete ihn innerhalb einer Stunde eine kleine überraschung in Form eines jungen Afghanen. Die Familie Postma nahm in den Monaten danach noch eine Anzahl von Hunden in Pflege, bis die Pflegehündin Ginger ihren Einzug hielt. Die Stellung als Pflegehund hatte sich schnell erledigt. Ginger durfte bleiben und teilt ihr Zuhause zu ihrer vollsten Zufriedenheit mit Farushah, 4 Katzen, 2 Kindern und natürlich Jørgen und Debbie.

Besonders ist noch zu erwähnen, dass Jørgen auch verantwortlich ist für den allseits beliebten Windhund-Jahresplaner.

Martine Keizer: Schriftführerin

Martine Keizer ist unsere Schriftführerin. Sie ist von den drei Mitgliedern des Vorstandes vielleicht dasjenige mit der größten Erfahrung mit Nicht-windhunde. Schon seit ihrem 12. Lebensjahr half sie regelmäßig im örtlichen Tierheim aus. Es war dann auch nicht weiter verwunderlich, dass Martine später eine Ausbildung zur Tierarzthelferin absolvierte und danach eine Weiterbildung zur Verhaltenstherapeutin abschloss. Nach ihrer Ausbildung eröffnete sie eine Tierpension. In diesem Rahmen kam Voordewindhond mit ihr in Berührung. Im Laufe der Zeit nahm Martine eine Reihe von Hunden in Pflege, arbeitete mit ihnen und brachte ihnen bei, einfach wieder nur Hund zu sein.

Obwohl Martine alle Hunde gern mag, schlägt ihr Herz doch vor allen Dingen für Windhunde. Sie hat selbst einen Saluki besessen, Valour, den sie immer noch sehr vermisst, und einen Whippet. Als Rina das erste Mal bei Martine zu Besuch war - wegen einer alten, ziemlich traurigen Barsoi-Hündin, die durch die Polizei in der Pension untergebracht worden war - saß dort Joy, eine Whippet-Hündin, auf einem Stuhl in der Küche. Oh, sagte Rina, sie sieht doch tatsächlich aus wie meine Claartje. Und wirklich, auch für Hunde ist die Welt manchmal klein, denn Joy war eine Enkelin von Claartje. Wenn das kein gutes Vorzeichen war...

Martine besitzt im Moment einen Kurzhaar-Collie und trägt ihrer Leidenschaft für Windhunde - zusammen mit Egon - Rechnung, indem sie für Voordewindhond Windhunde in Pflege nimmt.

Ansprechpartner für Deutschland

Franz Nikodem:

In der Familie von Franz Nikodem und seiner Frau Isabyll gab es von Kindertagen an Hunde oder Katzen als Haustiere. Traumhund von Franz Nikodem war immer ein Afghane. Da beide berufstätig waren, gab es bis 2005 nur Katzen im Haushalt Nikodem. Dann kam die schöne Zeit, die es erlaubte, auch wieder Hunde in die Familie zu integrieren. Erst kam der Deutsche Pinscher Blade ins Haus und kurze Zeit später wurde als Notfall die Deutsche Pinscher Hündin Bora aufgenommen.

Die Windhundzeit begann mit der Afghanin Amina, die ein neues Zuhause suchte. Da sie nicht so ein Fellmonster war, war sie als Erst-Afghanin natürlich umso herzlicher willkommen, da das vermeintlich schwierige Thema Fellpflege erst einmal ausgeklammert werden konnte.

Diese tolle Hündin hat scheinbar genau dieses neue Heim gesucht, denn alles klappte wunderbar. Sie vertrug sich von Anfang an mit Blade und Bora und sogar mit dem 17 Jahre alten Somali-Kater. Seit dieser Zeit steht Franz Nikodem in ständigem Kontakt zu Voordewindhond und hilft gerne, Windhunden ein neues, schönes Zuhause zu suchen und zu vermitteln oder netten Menschen ihren persönlichen Traumhund ans Herz zu legen.

Gisela Freyer:

Gisela Freyer verliebte sich 1974 in Paris in einen Afghanen, der vor einem Antiquitätengeschäft lag und würdevoll durch sie hindurchsah. 1978 gab es dann den ersten eigenen Afghanen, Attila, der seinem königlichen Namen durch seine große Schönheit und sein nobles Wesen durchaus gerecht wurde. Ihm folgten bald weitere Artgenossen, die maximale Afghanen-Zahl im Haushalt betrug vier. Vier Afghanen bürsten .... Deshalb waren die zweite Afghanen-Generation dann Steppen-Afghanen und die dritte Hundegeneration sind nun zwei Saluki-Hündinnen, eine selbstverständlich aus dem Tierschutz.

Gisela Freyer ist Deutsche, die in Frankreich lebt und sich für die Windhunde in Deutschland und Frankreich engagiert. Wenn Sie mit ihr telefonieren wollen, ruft sie Sie jeder Zeit zurück.

Jutta Rübesam:

Windhunde begleiten Jutta Rübesam schon seit nunmehr 30 Jahren und sie kann sich ein Leben ohne diese besonderen Hunde nicht mehr vorstellen. Für Informationen steht sie gerne zur Verfügung und freut sich auf Ihren Anruf.

sunanda